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Der Bahnhof Singwitz liegt im km 4,680 der Bahnstrecke Bautzen - Bad Schandau. Mit Betriebsaufnahme auf der Strecke am 01.09.1877 diente die Station ausschließlich
dem Güterverkehr der Vereinigten Bautzner Papierfabriken AG. Am 15.10.1877 wurde dann auch die Haltestelle Singwitz für den Personenverkehr eröffnet. Anfangs bestand
das Anschlussgleis nur aus einer Weiche und einem kleinem Gleisstück. Alsbald stellten die Werke einen Antrag auf Erweiterung der Gleisanlagen. So entstand bis Ende
1885 ein Ladegleis, Umfahrgleis, Rampengleis und eine Gleiswage.
Durch die Günstigere Lage der am 29.03.1916 in Betrieb genommenen Industriebahn im Spreetal, stellte man ab Juli 1928 die Benutzung der Ladegleise ein. Anträge der
Gemeinde Singwitz an die DR zur Umwandlung in eine Öffentliche Ladestelle wurden nicht genehmigt. So wurden die Nebenanlagen nach 1930 abgebaut.
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Ab 1959 legte der VEB Erntebergungsmaschienen "Fortschritt" Werk III Singwitz am Haltepunkt einen neuen Hallenkomplex an, wo auch ab 1960 ein neuer Werkbahnhof mit
Anschlussweiche entstand.
Ab Juni 1972 wurde die Haltestelle Singwitz zum Bahnhof und mit einem Fahrdienstleiter besetzt und bekam beidseitig Ein- und Ausfahrsignale.
Nach der Wende sank das Güteraufkommen sprunghaft. Im Singwitzer Fortschrittwerk wurden von 1960 bis 1990 über 80 000 Stück Mähdrescher verladen.
Im Juni 1999 wurden die letzten Mähdrescher (mittlerweile Firma Case) in Singwitz auf die Bahn verladen, dann endete der Güterverkehr in Singwitz.
Am 11.12.2004 endete der Personenverkehr zwischen Bautzen und Wilthen. Die Strecke selbst wurde dann am 16.06.2007 sillgelegt.
Die beiden Werkloks des Typs V10b (LKM 252220 und 252266) sind seit 2016 bei der Brückenbergschachtbahn in Zwikau zuhause.
Im Jahr 2024 war das Bahnhofsgebäude mit Stellwerk mittlerweile abgerissen und das Areal stark zugewachsen aber die Signalanlagen sind noch vorhanden.
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