Die Bahnstrecke Rumburk - Sebnitz

 

 
Kursbuchstrecke 083 (CD)

Betriebstellen der Strecke

km Betriebstelle
0,00 Rumburk
4,54 Valdek
7,219 Šluknov údolí
9,552 Šluknov
11,571 Šluknov zastávka
14,53 Velký Šenov zastávka
16,38 Velký Šenov 
18,04 Lipová u Šluknova
20,224 Mikulášovice dolní n.
22,00 Vilémov u Šluknova
23,84 Horní Poustevna
25,887 Dolní Poustevna
26,271 Staatsgrenze
27,14 Sebnitz

 

Schon in den Jahren vor 1870 entstanden erste Projekte, eine Bahnstrecke von Bautzen zur Sächsisch-Böhmischen Staatseisenbahn im Elbtal zu bauen. Nach dem ursprünglichen Plan sollte die Strecke von Bautzen aus durch das Spreetal das böhmische Schluckenau (heute Šluknov) erreichen und dann direkt durch das Sebnitztal nach Bad Schandau führen. Österreich hatte jedoch schon zu diesem Zeitpunkt die Konzession für die Strecken "Rumburk - Schluckenau, mit der möglichen Verlängerung zur Landesgrenze (Richtung Bautzen)" an die Böhmische Nordbahn vergeben. Der abschnitt von Schluckenau bis zur Landesgrenze (Richtung Bautzen) sollte erst nach Abschluss eines Staatsvertrages mit Sachsen begonnen werden. Sachsen hingegen wollte eine Strecke Schluckenau–Bautzen nur gleichzeitig mit der Verbindung Schluckenau–Schandau genehmigen. Die Böhmische Nordbahn hatte jedoch kein Interesse an einer durchgehenden Verbindung vom Elbtal in die Oberlausitz, da eine solche Linie in direkter Konkurrenz zu den eigenen Bahnstrecken gestanden hätte.

Da keine Einigung mit Österreich zustande kam, bauten die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen die Bahnstrecke Bautzen–Bad Schandau in den Jahren 1873 bis 1877 ohne Berührung österreichischen Staatsgebietes.

Die Strecke von Rumburg nach Schluckenau wurde am 8. Januar 1873 eröffnet. Eine Weiterführung dieser Strecke in Richtung Landesgrenze (gegen Bautzen) wurde nicht ausgeführt. 11 Jahre später wurde am 14. Dezember 1884 die Verlängerung  Schluckenau–Nixdorf (Mikulášovice dolní nádraží) eröffnet. 

Nach weiteren Verhandlungen zwischen Sachsen und Österreich-Ungarn wurde 1903 die Konzession zum Bau einer Lokalbahn bis zur Reichsgrenze nahe Niedereinsiedel an die Böhmische Nordbahn erteilt. Am 15. November 1904 wurde der verkehr bis Niedereinsiedel aufgenommen und am 14. Juni 1905 dann bis Sebnitz. 

Mit der veränderten politischen Situation nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der grenzüberschreitende Verkehr 1945 eingestellt. In den Jahren nach 1945 sanken die Verkehrsleistungen auf dem verbliebenen Strecken teil bis Niedereinsiedel auf ein Minimum. Seit 1990 wird insbesondere für den touristischen Verkehr immer wieder der Wiederaufbau des Bahngrenzüberganges in Sebnitz gefordert. 1997 drohte sogar die Einstellung des Bahnverkehrs nach einer gescheiterten Übernahme durch einen Privatbahnanbieter. Mit dem beitritt der Tschechiens zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 wurden diese Bestrebungen zum Wiederaufbau nochmals intensiviert. 2006 wurde der Wiederaufbau des Bahngrenzüberganges Sebnitz vertraglich vereinbart. In den folgenden Jahren modernisierten  die CD die Strecke schrittweise bis zur Grenze. So sind die Voraussetzungen für den Lückenschluss auf  Tschechiens Seite bereits seit 2009 geschaffen. Nur bei der DB passierte nichts. Im Jahr 2012 wurde dann erst die Finzierungsvereinbahrung zwischen DB und VVO unterzeichnet. Die Baukosten sollen sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen. Der Verkehr soll voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel 20014/2015 wieder rollen.

Im Jahr 2012 wurde nach langen hin und her mit der Reaktivierung der Strecke nach Rumburk begonnen. So wurde der alte Bahndamm freigeschnitten. mehr zur Reaktivierung 

2013 wurde dann der 2.Teil der Brücke an der Blumenstrasse eingebaut. Im Juli wurde die Bahnsteigkante am Bahnsteig 3 erneuert. Im August dann das Gleis 5 (Bahnsteig 3). Nun wurde das Alte Streckengleis zurück gebaut und mit dem Aufbau des neuen Gleis begonnen. Ende September wurden die Arbeitenam neuem Gleis beendet. Die Gleislücke ist nun wieder geschlossen. 

2014 wurde der Inselbahnsteig komplett neu gebaut. Die Alte Bahnsteigüberdachung muste leider weichen. Am 17.06.2014 fand die erste Testfaht zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna statt. Am fand 04.07.2014 die ofizelle Einweihung der Strecke. Am 05.07.2014 war dann die Betriebsaufname auf der Strecke, seit dem fahren die Züge nun von Rumburk über Sebnitz und Bad Schandau nach Decin und zurück.

 

 

 

 

Copyright © 2002-2015 Mario Dittrich Alle Rechte vorbehalten. Stand: 26. Mai 2015