Die Bahnstrecke 

(Kamenz) - Arnsdorf - Dürrröhrsdorf - Pirna

Die Strecke vom Bau bis Heute

beschränkt auf dem Abschnitt Arnsdorf - Pirna

 

Bereits seit 1846 bestand eine Bahnverbindung in der Oberlausitz und zwar die Strecke Dresden - Görlitz. Kamenz lag aber etwas abseits, so wurde 1862 eine Aktiengesellschaft gegründet, um auf privater Basis eine Eisenbahnstrecke nach Kamenz zu bauen. Da dieser Scheiterte reichten die Bürger von Kamenz 1867 eine Petition an den sächsischen Landtag ein, eine Bahn auf Staatskosten von Radeberg nach Kamenz zu bauen. Im Mai 1868 wurde der Bau der Strecke Radeberg–Kamenz auf Staatskosten beschlossen. 

Erste Vorarbeiten zum Bau der Strecke begannen im Juli 1868. Die eigentlichen Bauarbeiten begannen am 3. März 1869 an der Abzweigstelle aus der Strecke Dresden–Görlitz am km 81,835. Neben dem Bau einiger größerer Viadukte musste im Stadtgebiet von Kamenz auch ein kurzer Tunnel errichtet werden.

Am 30. September 1871 konnte die Strecke schließlich mit einem Festzug eröffnet werden.

Bereits während des Baus der Strecke zwischen Radeberg und Kamenz war deren Verlängerung nach Süden vorgesehen gewesen. Anfang 1872 war das Projekt zum Bau einer Strecke zwischen Arnsdorf und Pirna ausgearbeitet. Bei Arnsdorf war ein neuer Bahnhof an der Görlitzer Strecke vorgesehen, in den auch die Strecke aus Richtung Kamenz einmünden sollte.

Der Bau der Strecke von Arnsdorf nach Pirna erforderte die Herstellung einer zugleich dem Straßenverkehr dienenden Elbbrücke in Pirna und die Verlegung des dortigen Bahnhofes, womit im September 1872 begonnen wurde. Die Inbetriebnahme der Strecke Pirna - Dürrröhrsdorf - Arnsdorf fand am 15. Oktober 1875 statt. Am 30. Juni 1877 fand die Einweihung der Strecke von Dürrröhrsdorf  nach Neustadt (Sa.) statt. Am 01.06.1880 erhielten die Einwohner von Dittersbach einen eigenen Haltepunkt an der Verbindungsstraße nach Wilschdorf. Um 1910 befand sich bei Zatzschke eine Blockstelle, die vor 1927 wieder eingezogen wurde. Am 02.01.1906 begannen die Bauarbeiten für die Industriestrecke in die Herrenleite. Am 20.03.1907 ging die Strecke in Betrieb, die am km 44,50 von der Strecke Arnsdorf - Pirna abzweigte.  Der Anschluss zur Copitzer Glashütte ging im Oktober 1910 in Betrieb. Ab dem 01.10.1912 konnten die Reisenden am neu eröffneten Hp Copitz zusteigen.

Fahrplanwechsel am 24. Mai 1998 wurde auch auf dem Streckenabschnitt Dürrröhrsdorf-Arnsdorf  der Personenverkehr eingestellt. Auf der Strecke fuhren bis zuletzt Triebwagen der Bauart LVT 771.

 

Nun waren die LVT nur noch zwischen Pirna und Dürrröhrsdorf unterwegs da die Strecke bereitz zum  31.5.1997 wegen Oberbaumängeln eingestellt wurde. 1999 wurde die Strecke nach Neustadt Saniert und ab dem 15. Juli 1999 wurde die Strecke Dürrröhrsdorf-Neustadt/Sa wieder regelmäßig befahren mit LVT 771.

 

Im Jahr 2000 wurde ein Stundentakt zwischen Neustadt und Pirna eingerichtet.

 

Im Jahr 2001 fuhren teilweise Wendezuggarnituren mit BR 219 aus Bautzen kommend Richtung Pirna und zurück. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2001 sind nun nur noch Triebwagen der BR 642 im Einsatz. Am 4.11.2002 wurde der neue Haltepunkt Pirna Copitz Nord am BSZ Technik  eröffnet. 

 

In der ersten Augustwoche 2003 wurden die ECs von und Nach Prag und einige Güterzüge, wegen der Sperrung des Dresdener Hauptbahnhof für 80 Stunden, über Arnsdorf - Dürrröhrsdorf - Pirna umgeleitet. Zum dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 wurde der Personenverkehr zwischen Bautzen und Neustadt (Sachs) eingestellt. Seitdem  verkehren die Triebwagen alle 2 Stunden weiter bis Bad Schandau. Auch im August 2006 wurden wieder Güterzüge und ECs aus dem Elbtal über Dürrröhrsdorf umgeleitet.

 

Am 18.9.2006 wurden die Formsignale und das Wärterstellwerk in Dürrröhrsdorf (an der Ausfahrt Richtung Pirna) Stillgelegt. Die Formsignale wurden durch HI Lichtsignale ersetzt und noch in der darauf folgenden Woche abgebaut. Daraufhin wurden nicht benötigte Weichen/Gleise abgebaut. 

 

Von ende Oktober 2007 bis Juni 2008 wurden im Bahnhof Dürrröhrsdorf die Bahnsteige erneuert. 

 

Bis Anfang 2007 fuhren noch gelegentlich Güterzüge über Arnsdorf - Dürrröhrsdorf dann wurde nach dem Sturm Kyrill der Abschnitt Dürrrohrsdorf - Arnsdorf  zum 31.1.2007 stillgelegt. Weichen für die Anbindung der Strecke Richtung Arnsdorf wurden im Sommer 2010 ausgebaut

 

Anfang des Jahres 2011 wurde der Bf. Dürrröhrsdorf mit Punktförmiger Zugbeeinflussung ausgerüstet. 

Vom 1.-5.5.2011 fand in Dresden der Evangelische Kirchentag statt. Zudem wurden zusätzliche Triebwagen für die Strecken in Dresden benötigt weshalb ein Lok bespannter Zug auf dem Sächsische Schweiz ring zum Einsatz kam. Diese bestand aus 2 V100 der NBE ( Nordbayerische Eisenbahn ) und 2 DR Reisezugwagen. 

 

In Lohmen ist der Neubau eines Haltepunktes geplant, aber wegen der Kürzungen im SPNV auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

Im Jahr 2013 wurde der Bahnübergang am Hp. Pirna Copitz Nord mit einer neuen Lichtzeichen Anlage versehen. So ist die letzte noch im Betrieb befindliche Haltelichtanlage der WSSB Bauart aus der Sächsischen Schweiz verschwunden. 

 

 

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