Die Bahnstrecke 

Neustadt - Dürrröhrsdorf - Weißig-Bühlau

Die Strecke vom Bau bis Heute

 

Bereits am 14. Februar 1870 genehmigte der sächsische Landtag eine Strecke von Sohland über Neustadt nach Pirna, um dort den Anschluss an die projektierte Strecke Pirna–Gottleuba–Dux herzustellen. Es dauerte aber noch ein paar Jahre bis die Bauarbeiten begonnen.

Der Bau von Neustadt (Sa.) in Richtung Dürrröhrsdorf begann in den Jahren 1874/75, die in Neustadt an die im Bau befindliche Strecke Bautzen–Schandau anschließen und in Dürrröhrsdorf in die schon vorhandene Bahnstrecke Kamenz–Pirna einmünden sollte. 

Am 30. Juni 1877 fand die Einweihung der Strecke statt. Am 30. Juni 1877 wurde die Strecke eröffnet. Am 1. September 1877 ging auch die Bahnstrecke Bautzen–Schandau in Betrieb, die den durchgehenden Verkehr in die Oberlausitz ermöglichte.

Bis zur Inbetriebnahme der Verbindungsbahn Bischofswerda - Neukirch am 15. August 1879 wurde der direkte Verkehr Dresden - Zittau über diese Strecke abgewickelt. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden noch alle Viadukte der Strecke am 8. Mai gesprengt. 

 

Ende des 19. Jahrhunderts forderten auch die Dörfer des Schönfelder Hochlandes eine Eisenbahn. Am 9. Mai 1900 wurde durch den Sächsischen Landtag der Bau einer meterspurigen Sekundärbahn von Bühlau nach Dürrröhrsdorf beschlossen. Am 10. Mai 1906 begonnen die Arbeiten an der Bahnstrecke, die als Verlängerung der Strecke Neustadt - Dürrröhrsdorf bis Weißig gebaut wurde. Allerdings gab es nie einen Durchgehenden Zugverkehr Neustadt - Weißig. In den 1930er Jahren war eine Fortführung der Trasse durch die Dresdner Heide entlang des Prießnitztals vorgesehen, die letztlich nicht realisiert wurde. 

Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens fuhren die wenigen Zugpaare meist als PmG. Die Fahrzeit lag zwischen 40 und 70 Minuten zwischen Dürrröhrsdorf und Weißig.

Anfang der 1950er Jahre fiel auch die Strecke Dürrröhrsdorf - Weißig unter die Nebenstrecken der Deutschen Reichsbahn, die zur Materialgewinnung für sogenannte Schwerpunktvorhaben abgebaut werden sollten. Am 23. April 1951 verkehrten die letzten Züge. Am Tag darauf begann der Abbau aller Gleise und Anlagen, der bereits am 23. Mai 1951 beendet war.

 

In dem schneereichen Winter 1969/70 fuhr ein Zug bei Helmsdorf in eine Schneewehe und konnte erst nach drei Tagen geborgen werden.

Nach der politischen Wende im Osten Deutschlands 1989 verlor die Strecke recht rasch ihre Bedeutung im Reise- und Güterverkehr. Ab Mitte der 1990er Jahre genügte meist ein zweiachsiger Triebwagen, um die wenigen Reisenden zu befördern. Im Güterverkehr war die Strecke eine der letzten in Ostsachsen, auf der noch ein regelmäßiger Nahgüterzug verkehrte. 

 

Am 31.5.1997 wurde der Reiseverkehr zwischen Dürrröhrsdorf und Neustadt (Sachs) wegen Oberbaumängeln eingestellt. Durch eine Kilometerlange Langsamfahrstelle hatte sich die Reisezeit unzumutbar verlängert. Zum Fahrplanwechsel am 24. Mai 1998 wurde auch auf dem Streckenabschnitt Dürrröhrsdorf-Arnsdorf  der Personenverkehr eingestellt. Auf der Strecke fuhren bis zuletzt Triebwagen der Bauart LVT 771.

 

Am 29.03.1999 begannen die Arbeiten zur  Streckensanierung Dürrrohrsdorf - Neustadt (Sachs). Seit dem 15. Juli 1999 wird die Strecke Dürrröhrsdorf-Neustadt/Sa wieder regelmäßig befahren mit LVT 771. Ab dem Jahr 2000 wurde zwischen Pirna und Neustadt (Sachs) der Stundentakt eingeführt. Im Jahr 2001 fuhren teilweise Wendezuggarnituren mit BR 219 aus Bautzen kommend Richtung Pirna und zurück. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2001 sind nun nur noch Triebwagen der BR 642 im Einsatz. 

 

Am 18.9.2006 wurden die Formsignale und das Wärterstellwerk in Neustadt (an der Ausfahrt Richtung Neukirch) Stillgelegt. Die Formsignale wurden durch HI Lichtsignale ersetzt und noch in der darauf folgenden Woche abgebaut. So geschah es auch in der selben Zeit im Dürrröhrsdorfer Bahnhof. Daraufhin wurden in beiden Bahnhöfen nicht benötigte Weichen/Gleise abgebaut. 

 

Von ende Oktober 2007 bis Juni 2008 wurden im Bahnhof Dürrröhrsdorf die Bahnsteige erneuert. 

 

Anfang des Jahres 2011 wurde der Bf. Dürrröhrsdorf mit Punktförmiger Zugbeeinflussung ausgerüstet. 

Vom 1.-5.5.2011 fand in Dresden der Evangelische Kirchentag statt. Zudem wurden zusätzliche Triebwagen für die Strecken in Dresden benötigt weshalb ein Lok bespannter Zug auf dem Sächsische Schweiz ring zum Einsatz kam. Diese bestand aus 2 V100 der NBE ( Nordbayerische Eisenbahn ) und 2 DR Reisezugwagen. 

 

2012 bekam auch Neustadt (Sachs) Punktförmige Zugbeeinflussung.

 

In Neustadt (Sachs) ist der Neubau eines Haltepunktes geplant, aber wegen der Kürzungen im SPNV auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

 

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